Die 15 wichtigsten Webdesign Trends 2020 sind sowohl grafischer als auch technischer Natur. Der Desktop ist beim Webdesign zwar nicht passé, doch richten sich die meisten Trends an mobilen Endgeräten aus. Was dort funktioniert läuft überall, lautet hier das Motto. Daneben ist eine starke Hinwendung zu minimalistischen Gestaltungen zu beobachten, aber auch eine Rückkehr von alten Bekannten wie den Pop-ups. Hier werden Ihnen unsere wichtigsten Webdesign Trends 2020 vorgestellt.

Webdesign Trends

Übersicht unserer Webdesign Trends für´s kommende Jahr

  1. Minimalistisches Design
  2. Webdesign für mobile Endgeräte
  3. Üppige Farben
  4. Single Page Seiten
  5. Ghost Buttons
  6. Website Templates
  7. Broken Grids
  8. Typografie
  9. Variable Fonts
  10. Pop Ups
  11. Responsives Logo
  12. Hamburger Icon
  13. By By Slider
  14. Authentische Bilder
  15. HERO-Bilder

1. Minimalistisches Design

Einer der größten Webdesign Trends 2020 ist schon seit einigen Monaten zu beobachten und wird im Verlauf des nächsten Jahres noch zunehmen. Das Design wird grundsätzlich einfacher. Minimalismus ist zwar ein dehnbarer Begriff, doch in diesem Fall bedeutet es, dass weiße Flächen in den Vordergrund rücken und eine eindeutige visuelle Hierarchie herstellen. Auch die restliche Farbgestaltung zeigt sich auf wenige Farben beschränkt, was dem Content jede Menge Raum zum Atmen gibt.

Der neue Minimalismus im Webdesign ist nicht nur eine ästhetische Entscheidung. Webseiten bauen sich auf diese Weise schneller auf und die allgemeine Performance wird verbessert – vor allem auf Smartphones.

2. Mobiles Design vor allem anderen

Immer mehr User besuchen Webseiten mit einem mobilen Endgerät. Die Entwicklung steht gerade erst am Anfang und Experten gehen davon aus, dass mit immer raffinierteren Geräten auch im Webdesign ganz neue Herausforderungen entstehen. Vor allem das letzte Update von Google (BERT) hat klar gezeigt, dass eine Seite nicht unter anderem mobil sein sollte, sondern die Mobilität sollte höchste Priorität haben! Eine Page muss anpassungsfähig an alle mögliche Geräte von der Smartwatch bis hin zum iPad sein, bevor sich der Webdesigner an die Gestaltung der Desktop-Ansicht macht. Neben der Darstellung der relevanten Inhalte muss sich vor allem auf den Pagespeed konzentriert werden.

Als Faustregel gilt dabei: Wenn eine Darstellung auf einem sehr kleinen Bildschirm tadellos funktioniert, dann ist das auch auf großen Geräten der Fall.

3. Üppige Farben

Der Einsatz ausdrucksstarker Farben ist überall im technologischen Bereich zu beobachten. Selbst auf günstigen Smartphones lassen sich prägnante, lebensechte Bilder darstellen. Immer schnellere Internetverbindungen haben dazu geführt, dass User sich an extrem kurze Ladezeiten gewohnt haben. Eine üppige und künstlerische Bildgestaltung entspricht daher den hohen Erwartungen. Laute, gesättigte Farben helfen im Webdesign zudem, einen gewissen Tiefeneffekt zu erzielen. Fehlen Bilder auf einer Seite, eignen sich Farbverläufe, um Tiefe zu erzeugen. Hier setzen dieser Webdesign Trend 2020 einen klaren Kontrapunkt zu den vorher massenweise benutzten dezenten Farben.

Bei allem darf die Performance der Page nicht vergessen werden: Die User erwarten schließlich die schnelle Darstellung einer Seite auch dann, wenn sie von unterwegs aus surfen.

4. Single Page Webdesign

Zum Minimalismus und den Eyecatchern im Bereich Farbe passt das Single Page Webdesign. Das Konzept ist schnell erklärt, denn die Webseite besteht aus gerade einer HTML-Seite. Unterseiten werden nicht eingerichtet. Was so leicht klingt, hat im Kontext von SEO (Suchmaschinenoptimierung) seine Tücken. Dennoch lohnt sich eine Single Page, denn wenn Sie diese optimal vorbereitet haben, werden Sie von Google schneller gefunden. Das liegt daran, dass die Dateigröße viel kleiner ist und entsprechend kürzer präsentiert sich auch die Ladezeit.

WordPress bietet eine große Auswahl an Templates für eine Single Page. Vor allem Freelancer, Designer und Agenturen lieben diese Vorlagen. Auf einer Single Page lassen sich ebenfalls Leistungen effizient und übersichtlich darstellen. Lesen Sie dazu auch unsere SEO Trends für 2020.

Haben Sie eine Webseite mit verschiedenen Themen, sollten Sie die klassische Gestaltung mit Untermenüs favorisieren. So können Sie jede Page auf ein Keyword optimieren.

Webdesign aus Passau

5. Ghost Buttons

“Zum Kaufen bitte hier klicken” ist zwar laut und plakativ, doch oft kann weniger mehr sein. Sogenannte Ghost Buttons erscheinen unaufdringlich und simpel gestaltet auf einer Webseite. Der User fühlt sich nicht zum Klicken genötigt, was durchaus eine nachhaltigere Wirkung hat. Der Ghost Button kann dann eingesetzt werden, wenn der User auf der Seite verschiedenen Wahlmöglichkeiten hat.

Geht es hingegen auf der Seite nur um einen spezifischen Call to Action, bleiben Sie weiterhin bei einem auffälligen Button.

6. Trend zu Templates geht weiter

WordPress hat mit seinen leicht modifizierbaren Themes dazu geführt, dass viele Webseiten einheitlich aussehen. Auf der einen Seite können mit den Templates auch im Business Webdesign weniger Versierte professionelle Gestaltungsergebnisse erzielen. Außerdem garantieren die Templates eine gute User Experience, denn Seitenbesucher wissen sofort, was sie auf der Page erwartet und können diese intuitiv bedienen. Unter dem Strich ein Webdesign, das rational wie emotional anspricht.

Kritiker bemängeln zwar den Verlust an Individualität, doch haben die Templates klar dafür gesorgt, dass der Durchschnitt aller Webseiten deutlich attraktiver ist als noch vor ein paar Jahren. Wenn Sie mit Vorlagen arbeiten möchten, sparen Sie eine Menge Zeit und Nerven.

Aus der Masse ragen Sie, sobald Sie bei Ihrem Webdesign verstärkt auf Farben, Schrift und Bildmaterial setzen.

7. Mit Broken Grids aus dem Raster fallen

Ein Template von WordPress reicht Ihnen nicht aus? Dann fallen Sie mit Ihrem Webdesign einfach im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Raster. Das sogenannte Grid strukturiert die Inhalte und sorgt für eine grundsätzliche Balance im Layout. Sie können damit durchaus ein experimentelles Layout wagen und einzelne Elemente aus dem Grid prominenter platzieren. Dieses Auflockern des Webdesigns wird als Broken Grid Layout bezeichnet.

Wichtig: Wenn Ihre Seite eher klassisch ausgerichtet ist oder sehr viel Content darauf platziert ist, wird das Broken Grid mit seiner bewussten Asymmetrie den Lesefluss eher stören. Ein guter Kompromiss stellt der Einsatz des Rasterbruchs bei der Führung des Inhalts oder der Navigation dar. Auch mit einem Bruch in der Benutzerführung setzen Sie einen innovativen Akzent.

Wichtig bei diesem Webdesign Trend 2020 ist vor allem Geduld, bis die Seite den Ansprüchen an eine gute Gestaltung entspricht und gleichzeitig nicht der Lesefluss leidet.

8. Typografie: Hervorgehobene Texte

Lange galt die Regel, dass Serifenschriften nur im Print verwendet werden. Nun lösen diese Schriften nach und nach die Sans-Serif-Formate am Bildschirm ab. Vor allem Seitenelemente wie Überschriften lassen sich mit Serifenschriften hervorragend gestalten, da sie deutlich dekorativer sind und Texte sich besser hervorheben lassen. Ohnehin lässt sich bei den Webdesign Trends 2020 der Hang zur Opulenz in der Typografie beobachten. Fette und große Schriften sorgen für Aufmerksamkeit und wichtiger Content lässt sich besser in Szene setzen. Die in der Fachsprache Fonts genannten Schriften lassen sich leicht auf eine Webseite einbinden. Kostenlose Fonts gibt es zum Beispiel bei Google Fonts.

Einen Font in WordPress einzubinden ist relativ leicht. Wenn Sie fit in CSS sind, können Sie über den header.php die neue Schrift einbinden. Ansonsten installieren Sie das WordPress Plug-in “Easy Google Fonts“.

Webdesign Trend Typografie

9. Die Entwicklung geht zu variablen Fonts

Wenn Sie schon dabei sind, Ihre Schriften zu optimieren, befassen Sie sich gleich mit den variablen Fonts, die ebenfalls einer der wichtigsten Webdesign Trends 2020 sind. Um die Schriftbreite, die Größe, die Stichstärke, die Neigungen und die kursive Variante ganz nach Wunsch zu verändern, wird jeder Schriftschnitt mit unterschiedlichen Achsen festgelegt und nicht mehr in einer eigenen Datei gespeichert. Kontrast, Konturen und Werte für die Serifenform lassen sich ebenfalls einstellen. Die variablen Fonts werden sich als Standard im Webdesign etablieren, und zwar nicht nur bei Webseiten, sondern auch im Bereich der Apps. Viele Teile innerhalb der digitalen Netzwerktypografie werden durch die variablen Fonts responsive werden, was im Webdesign ganz neue Möglichkeiten erschließt.

Ein weiterer großer Vorteil der variablen Fonts: Sie wirken sich positiv auf die Ladezeit aus.

10. Pop-ups feiern eine Renaissance

Totgesagte leben länger und das gilt vor allem für Pop-ups. Hand aufs Herz, niemand mag diese Infoboxen, die zum unpassendsten Zeitpunkt auf einer Webseite aufspringen und nach einem Newsletter-Abo oder der Akzeptanz von Cookies fragen. Vor allem ganzseitige Pop-ups, die verhindern, relevanten Content zu lesen, können einem oft in den Wahnsinn treiben. Ein Pop-up zwingt den User zu einer Aktion. Nur selten allerdings zum Verlassen der Webseite. Studien bestätigen den Erfolg dieser „Nervensägen“. Die Anzahl von Newsletter-Abos steigt – vor allem, weil viele User erst durch ein Pop-up erst von diesem erfahren. Zu den Webdesign Trends 2020 gehört es daher, Pop-ups wieder Raum zu geben. Die Verwendung sollte allerdings wohldosiert erfolgen, damit die User Experience nicht darunter leidet.

Wichtig für die Conversion Rate ist eine zwar sichtbare, aber nicht zu aufdringliche Platzierung, zum Beispiel am rechten unteren Rand. Das Schließen des Fensters muss so leicht wie möglich sein, denn wer kein Interesse hat, soll trotzdem animiert werden, auf der Page zu bleiben.

11. Logos werden responsiv

Das Logo ist im Webdesign eigentlich eine fest zementierte Größe. Wenn Größe und Abstände genau vorgegeben sind, kann das beim Webdesign von kleineren Bildschirmauflösungen zum Problem werden. Wenn Ihre Webpage immer anpassungsfähiger an das jeweilige Medium wird, muss Ihr Logodesign mitziehen. Bei einem responsiven Logo ist es nicht damit getan, das Logo entsprechend der Bildschirmauflösung kleiner darzustellen. Auch das Design muss „mitziehen“ und sich an das Medium anpassen, was manchmal bedeutet, das Logo nicht mehr komplett abzubilden und sich auf das Wesentliche zu beschränken.

Bevor der Auftrag an den Webdesigner geht, sollten Sie zunächst überprüfen, ob Ihr Logo nicht bereits die Anforderungen für kleine Bildschirmauflösungen erfüllt. Nicht immer ist eine Adaption notwendig.

Logodesign

12. Hamburger Icon und experimentelle Navigation

Das von mobilen Versionen schon bekannte Hamburger Icon, bei dem die Menüpunkte nicht einzeln angezeigt werden, sondern erst ein Symbol mit drei Strichen angeklickt werden muss, ist nun auch auf dem Desktop angekommen. Ein Klick reicht aus, damit das komplette Menü erscheint. Das ist ganz im Sinne der aktuellen Trends im Webdesign, die komplette Seiten minimalistischer erscheinen lassen möchten (siehe Webdesign Trend Nummer 1). Vor allem, wenn es viele Unterpunkte gibt oder die Page aus ästhetischen Gründen schlanker wirken soll, ist das Hamburger Icon die beste Wahl. Damit User trotzdem schnell auf das komplette Menü zurückgreifen können.

Haben Sie jedoch genug Platz auf der Seite, ist das Hamburger Icon nicht die beste Entscheidung. Wie wäre es, beim Webdesign auf experimentelle Navigation zu setzen? Trauen Sie sich ruhig, mit der Hauptnavigation oben rechts und der eventuell diskreteren Metanavigation darüber zu brechen.

In kreativen Branchen ist das eine reizvolle Herausforderung. Achten Sie beim Webdesign darauf, dass die Navigation trotz aller Raffinessen intuitiv bedienbar bleibt.

13. Bye, bye Slider!

Es ist noch gar nicht so lange her, da wollte jeder auf der Startseite einen Slider haben. Die Idee dahinter war, jede Menge Informationen prominent zu platzieren. Der Ansatz war zwar gut, wurde aber von den Usern nicht angenommen. Kaum jemand kommt über das erste Bild hinaus. Bilder-Slider haben es etwas besser, zum Beispiel, wenn Highlights von einem Sport-Event gezeigt werden.

Beim Webdesign heißt es nun, die Inhalte besser zu gewichten und Akzente zu setzen. Falls Sie doch noch nicht vom Slider Abschied nehmen möchten, behalten Sie die Klickzahlen im Auge.

14. Fotos werden authentischer

Viele Webseiten verwenden ausschließlich eigene Bilder, doch gibt es auch Branchen, in denen das nicht zielführend ist oder passende Motive einfach nicht vorhanden sind. Die überall praktizierte, im Trendverlauf ungebrochen beliebte Lösung, bieten sogenannte Stockfotos, die speziell für Webauftritte erstellt wurden. Situationen, Stimmungen, Gefühle und Aktionen lassen sich damit zwar gut darstellen, doch merkt der User gleich, dass dieses nicht authentisch ist.

Stockfotos wirken oft zu künstlich und gestellt. Wenn Sie authentisch sein möchten, sollten Sie daher einen Profi- Fotografen für Ihren Webauftritt engagieren, oder selber ansprechende Fotos machen.

15. Mit großen Bildern Emotionen wecken

Es fällt auf, dass die meisten Pages mindestens ein Bild im Großformat präsentieren. Vor allem bei Templates ist die Integration leicht, da Platzhalter für Bilder angeboten werden. Ein emotionales, großformatiges Bild mit einem ansprechenden Text kann die Wirkung einer Werbeanzeige enorm verstärken. Zudem sagt es mehr als 1000 Worte, da die meisten User vor lauter Content im Web ohnehin nicht mehr aufnahmefähig sind. Anstelle dieser Hero-Bilder kann auch eine Videosequenz treten.

Apropos Videos: Um Inhalte verständlicher zu vermitteln sind Videos schon lange übliche Praxis. Neu ist es, den Header mit statischen, sich wiederholenden Videsosequenzen zu beleben.

Fazit

Trends im Webdesign sind allgemein schnelllebig. Bleiben Sie daher informiert, aber jagen Sie nicht einfach der neuesten Mode nach. Manche Trends die sich gegenseitig ausschließen, wie Stockfotos und authentische Fotografie, existieren in trister Einträchtigkeit nebeneinander. Entscheidend ist immer, welcher Trend zu Ihren Bedürfnissen und Webseite passt.

Der Vorteil an unseren Webdesign Trends 2020 ist, dass Sie beliebig kombinieren können. Minimalistisches Design passt hervorragend mit Serifenschriften zusammen, aber auch mit großformatigen Fotos. Oder Sie mixen Ihre zeitlose Homepagegestaltung mit einem anderen der hier aufgeführten Trends im Webdesign.

Wir wünschen euch viel Erfolg dabei. Wenn wir Ihnen beim Webdesign behilflich sein dürfen dann kontaktieren Sie uns doch einfach.

Die 15 wichtigsten Webdesign Trends 2020
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One thought on “Die 15 wichtigsten Webdesign Trends 2020

  • 20. November 2019 um 14:16
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    Vielen Dank liebes Forsthaus Team für diesen informativen Artikel. Finde viele euerer Webdesign Trends sehr hilfreich und ich werde diese auch bestmöglichst umsetzen.

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