Wer im Social Media Marketing auf kleine Botschaften mit großer Reichweite setzt, kommt an Twitter nicht vorbei. Mit News in einer Länge von maximal 140 Zeichen senden Mikroblogger ihre Botschaften hinaus in die Welt. Der folgende Artikel informiert über die Geschichte des Social Media-Kanals, über die Vor- und Nachteile der Minitexte sowie über wirkungsvolle Werbemöglichkeiten.

Twitter

Twitter – wie alles begann

Was heute ein Kommunikationselement für eine weltweite Gemeinde von Mikrobloggern ist, begann als Projekt für den Nachrichtenfluss einer Firma: Im US-amerikanischen San Francisco war das Podcasting-Unternehmen Odeo auf der Suche nach einer unkomplizierten Möglichkeit, mit der die Mitarbeiter schnell und simpel untereinander in Kontakt treten könnten. Ein Entwicklerkreis um Jack Dorsey tüftelte an einer adäquaten, hippen Lösung. Den Namen des später weltberühmten Dienstes, Twitter (anfangs: Twttr), erfand Entwickler Noah Glass, auf dessen ThinkPad-Laptop von IBM das Programm seine ersten Gehversuche machte.

Die Erfolgsstory des angesagten Nachrichtenkanals mit den effizienten Möglichkeiten im Bereich Social Media Marketing begann noch im Gründungsjahr 2006 mit dem Verkauf des Dienstes an das Unternehmen Obvious, das Twitter aufgrund des rasant wachsenden Erfolges bereits im darauffolgenden Jahr 2007 ausgliederte und auf eigenständige Füße stellte.

Im Jahr 2013 landete Twitter im Rahmen seines virtuellen Höhenfluges an der Börse. Die Aktiengesellschaft finanziert sich fast ausschließlich aus ihren Werbeeinnahmen und ist sowohl bei privaten Bloggern beliebt als auch für Unternehmen, Künstler oder andere öffentlichkeitsinteressierte Personen ein wichtiges Instrument im Bereich Social Media Marketing und PR.

So funktioniert es: die Twitter-Basics

Was passiert gerade in meinem Leben? – Die Grundidee von Twitter war es ursprünglich, mit Mininachrichten von maximal 140 Zeiten der eigenen Twitter-Gemeinde mitzuteilen, was man gerade macht oder was aktuell passiert. Der Mikroblogger „zwitschert“ seine Botschaften in die Welt hinaus. Der Unterschied des Sozialversicherung Networking-Dienstes zum deutlich mächtigerem Facebook oder Google Plus sind vor allem die Follower: Bei Facebook hat der User im Internet Freunde, bei Twitter sind es die Follower, die einem Benutzer beziehungsweise dessen Nachrichten „folgen“.

Dieses Folgen ist nicht nur für diejenigen nützlich, die ein ständiges Updates von News in bestimmten Bereichen oder aus der ganzen Welt suchen oder sich zumindest virtuell an die Fersen eines echten Promis heften möchten. Das Versammeln einer mehr oder weniger großen Gemeinde an Follower ist auch für alle diejenigen wichtig, für die Twitter im Bereich Social Media Marketing zum unverzichtbaren und modernen Instrument geworden ist. Doch natürlich ist auch das Bloggen privater Inhalte im Rahmen eines Mikroblogs beliebt. Sogar als kleiner Ersatzchat leistet Twitter gute Dienste.

Charakteristische Zeichen und Wortkreationen

Typisch für den „Zwitscherdienst“ ist die Sammlung an Bezeichnungen und Kürzel, die Twitter unverwechselbar machen. So ist die kurze Botschaft an den oder die Empfänger der „Tweet„, während die erhaltenen und weitergeleitet Nachricht eines anderen Nutzers der sogenannte „Retweet“ ist.

Für das Versenden der Nachrichten wird vor den ausgewählten Adressaten ein „@“ gesetzt und der Hashtag „#“ dient dazu, den Followern ein Schlagwort zu einem bestimmten Thema zu liefern.

10 Vorteile von Twitter

  1. Twitter bietet dem Nutzer sowohl eine personalisierte und übersichtliche Twitter-Seite mit den eigenen Tweets sowie eine Startseite mit den Tweets der persönlichen Follower.
  2. Twitter ermöglicht eine individuelle Followern Auswahl, sodass man wirklich nur die Inhalte erfährt, die einen interessieren. Die Follower-Zahl ist unbegrenzt, was den Networking-Dienstes für das Social Media Marketing bedeutsam. Im Gegensatz zu Facebook wird nicht zweiseitig Freundschaft geschlossen, sondern eine unabhängige Entscheidung, wem man folgen möchte. Und im Gegensatz zu den Massen an gelisteten Informationen der Facebook-Freunde sieht man auf Twitter nur relevante und interessante Infos der Personen, denen man aus guten Gründen und vor allem bewusst folgt.
  3.  Wird eine Person bei Twitter von einem anderen User in einem Tweet genannt, wird dieser im Rahmen einer Erwähnung darüber informiert.
  4. Je nach Informationsgehalt einer Nachricht entscheidet jeder Twitter-Nutzer, ob ein Posting von einem, mehreren oder allen Followern oder Interessenten gelesen werden kann.
  5. Die Markierung von Favoriten ist ebenfalls ein Element für eine benutzerfreundliche Anwendung des Twitter-Dienstes.
  6. Der Kurznachrichten-Dienst ermöglicht den privaten Austausch von Direktnachrichten. Dies ist eine gute Gelegenheit im Bereich Social Media Marketing, den Erstkontakt mit Interessenten zu pflegen und auszubauen.
  7. Für ein umfassendes Social Media Marketing oder auch den weiterführenden privaten Gebrauch ist es möglich, die persönlichen Accounts bei Twitter und Facebook miteinander zu verknüpfen und auf diese Weise noch mehr Aufmerksamkeit und Traffic zu erzeugen.
  8. Mit dem Retweet kann ein User seinen Followern unkompliziert und rasch relevante Informationen weiterleiten.
  9. Ein unverwechselbares und auch in den humorvollen Sprachgebrauch der Twitter-Gemeinde eingegangenen Wort sind die Hashtags. Sie dienen der Verschlagwortung von Inhalten, generieren hohe Betonung und damit Aufmerksamkeit auf bestimmte Tweets und liefern eine praktische automatische Verlinkung. Im Bereich Social Media Marketing dient dies zum Beispiel dazu, bestimmte Inhalte über Produkte oder Dienstleistungen oder von Konferenzen und Messen rascch einer interessierten Masse zugänglich zu machen. Twitter punktet hier mit einem hohen Multiplikatoreffekt.
  10. Es ist möglich, den Postings Links, Bilder und Videos anzuhängen.

Nachteile des Anbieters

  • Sowohl die öffentlichen Tweets als auch die Direktnachrichten sind auf 140 Zeichen beschränkt, sodass tiefergehende Informationsweitergabe nicht möglich ist.
  • Häufige Änderungen vergrößern nicht nur den Aktionsspielraum der Nutzer im privaten Bereich und beim Social Media Marketing. Sie machen es auch nötig, sich immer wieder auf neue Funktionen und Handhabung einzustellen.
  • Eigene Twitternachrichten bleiben nicht zwingend anonym: Die Tweets können auf der persönlichen Twitter-Seite des Nutzers gesehen werden.
  • Twitter ist schnelllebig. Es ist durchaus möglich, dass gepostete Nachrichten in der Masse von Tweets untergehen. Es ist daher manchmal nötig, manche Informationen öfter zu posten, um sich sicher zu sein, dass es von der Zielgruppe in großer Anzahl gesehen wird.
  • Im Gegensatz zu beispielsweise Facebook ist es nicht möglich, ein wirklich ausführliches und aussagekräftiges Profil von sich selbst anzulegen. Wenn der Dienst daher für Social Media Marketing genutzt wird, ist es wichtig, relativ schnell auf eine Website oder ähnliches aufmerksam zu machen.
  • Archive von Bildern und Videos können nicht angelegt werden.

Werbung auf Twitter – welche Möglichkeiten gibt es?

Blogs, Foren, Facebook, Google Plus, Istagram, Twitter: Die Möglichkeiten auf dem Gebiet Social Media Marketing werden von immer mehr Unternehmen erkannt und konsequent ausgebaut. Zunächst ist natürlich der klassische Tweet – ob mit oder ohne Anhang – das Kernstück für PR, SEO oder Werbung über den Dienst mit den kurzen Nachrichten. Eine gezielte Linksetzung, unter anderem die Sponsored Links, weckt beim Interessenten Neugier auf mehr.

Wichtig beim Social Media Marketing über den Twitterdienst in Echtzeit: Der Zeitpunkt der Tweets in der Timeline ist genau zu takten und zeitnah auf die Meinungen, Fragen oder Anregungen der Follower zu reagieren. Zudem gibt es Untersuchungen darüber, welcher Typ von Follower um welche Uhrzeit aktiv ist. Dies ist wichtig zu beachten, damit der wichtige Tweet nicht in der Fülle an Informationen untergeht. Ein heißer Tipp sind in der Regel jedoch Tweets, die in der MIttagspause ins Twitternetz hinausgeschickt werden.

Welche Interessenten sollen angesprochen? Diese Auswahl sollte gezielt vorab getroffen werden. Das Steuern der Resonanz kann durchaus aktiv übernommen werden, indem man Follower von den Unternehmen, Personen oder Institution wird, die man sich als Kunden wünscht oder deren Geschäftspartner man werden möchte.

Die Interaktivität mit bestehenden oder potenziellen Kunden lässt sich vor allem dadurch fördern, dass sich ein Unternehmen einen speziellen Firmen-Account zulegt. In dem Moment, in dem aus einem Interessenten ein Follower geworden ist, wird dieser regelmäßig mit allen wichtigen Nachrichten der jeweiligen Firma versorgt. Das interaktive Eingehen auf Interessenten ist mit einer ganzen Reihe von kreativen Aktionen möglich: Der humorvolle Chat, der spannende Wettbewerb oder die Fragestunde mit dem Experten sind nur einige Beispiele für ein zielgruppenrientiertes und abwechslungsreiches Social Media Marketing via Twitter. Selbstverständlich punkten Profis auf einem bestimmten Gebiet auch mit der kompetenten Beteiligung an Diskussionen und schaffen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung die solide Basis für weitere Kontakte.

Eine andere Möglichkeit, die eigene Bekanntheit mit Social Media Marketing bei der Twittergemeinde zu steigern, ist die Verwendung von #Hashtags in besonders brisanten und thematisch passenden Diskussionen. Wer Ausgaben nicht scheut, kann einen Trend käuflich erwerben und mit einem Hashtag als Sponsored Trend anzeigen lassen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man dies nur tun sollte, wenn man Zeit für die inhaltliche Pflege und die entsprechend umsichtige Moderation hat.

Unser Fazit zu Twitter:

Twitter ist ein unkomplizierter Nachrichtendienst, bei dem in Echtzeit auf einem Format von 140 Zeichen unkompliziert Nachrichten an weltweit teilnehmende Follower geschickt werden können. Durch die Aktualität der Tweets und beliebte Modetrends wie Hashtags ist der Twitterdienst auch für das Social Media Marketing bestens geeignet. Wichtig ist hier die Interaktion mit den Followern. Wer sie nicht nur informiert, sondern auch emotional und vor allem zeitnah erreicht, kann mit geschickter Tweetplatzierung eine Menge erreichen – und zwar nicht selten gezielter und erfolgreicher als mit einem regelmäßigen, aber nicht interaktiven Posten bei Facebook.