Es sind nur drei Buchstaben: SEO. Hinter ihnen verbirgt sich jedoch ein gigantisches Feld an Möglichkeiten, Strategien, Empfehlungen und Expertenmeinungen. Das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist für jeden Website-Betreiber unumgänglich. In manchen Bereichen können nur professionelle Agenturen helfen. Aber direkt auf Ihrer Website können Sie selbst aktiv werden und die Inhalte mit einigen Tipps optimieren.

SEO Tipps 2017

Die Grundlage für Onpage-SEO

Onpage-SEO bezeichnet — im Gegensatz zu Offpage-SEO — alle Maßnahmen, die direkt auf der Website stattfinden. Dazu gehört insbesondere die Optimierung von Texten. Wir haben hier 6 SEO-Tipps für Sie mit denen Sie ganz einfach schon mal eine gute Basis für weitere SEO Maßnahmen schaffen können:

1. Was sucht der User?

Die Keywords — also die Begriffe/Phrasen, die der User bei Google und Co. eintippt, um auf Ihre Website zu gelangen — sind ein guter Ausgangspunkt für die Optimierung Ihrer Inhalte. Sie müssen zunächst herausfinden, was und warum Ihre Zielgruppe sucht. Bei der Recherche kommt es vor allem darauf an, die Motivation, die Absicht und die Gefühle des Nutzers zu verstehen. Je besser Sie sich in den User hineinversetzen können, desto eher gelingt es Ihnen später, auf Basis der Keywords relevante Inhalte zu erstellen. Ein Ansatzpunkt für die Recherche bieten Google Trends und die Auto-Vervollständigung von Google. Oft genügt es schon, selbst zu überlegen, welche Begriffe passen könnten und mithilfe der Anzahl der Google-Ergebnisse zu bestimmen, welche von ihnen häufig gesucht werden. Sind Sie bereit Geld zu investieren, können Sie für die Keywordrecherche auf das Angebot von Dienstleistern wie Xovi.de und Semrush.com zurückgreifen.

2. Wichtig für SEO: die Keyworddichte

Das oder die Keywords, Synonyme, Reflexionen und dem Keyword ähnliche Begriffe sollten mehrmals in Ihrem Text (Content) vorkommen. Wichtig ist auch die gleichmäßige Verteilung. Achten Sie darauf, die Schlüsselbegriffe möglichst in der Einleitung, jedem Absatz, dem Schlussteil und in den Überschriften unterzubringen. Einen festen prozentualen Wert müssen Sie dabei nicht einhalten. Als groben Richtwert können Sie eine Keyworddichte von 1 bis maximal 3 Prozent (inklusive Synonyme und Reflexionen) des Gesamttextes nutzen.

Google selbst sagt über die Keyworddichte, dass es den optimalen Wert nicht gibt, sondern die Lesbarkeit im Vordergrund steht. Verwenden Sie das Keyword so häufig, dass der Text beim lauten Lesen sehr unnatürlich wirkt, erkennt Google dies meist als Keyword Stuffing und wertet Ihre Website ab, was natürlich nicht optimal ist.

 

3. SEO-Texte: Schreiben Sie — aber für den Leser, nicht für die Suchmaschine

Neben der Keyworddichte kommt es auf das semantische Umfeld an. Achten Sie beim Schreiben des Textes darauf, beim Thema zu bleiben und möglichst relevante Informationen zu verarbeiten. Auf keinen Fall dürfen Sie Sätze oder Textpassagen von anderen Websites kopieren oder nur leicht verändert übernehmen. Damit verstoßen Sie gegen das Urheberrecht und können außerdem von Google für Duplicate Content (doppelten Inhalt) abgestraft werden.

Ein klassischer SEO-Text umfasst mindestens 600 Wörter. Umso mehr desto besser. Doch auch bei SEO gilt: Qualität vor Quantität. Versuchen Sie eher, dem Leser spannende und wirklich wertvolle Informationen zu vermitteln, anstatt den Text unnötig in die Länge zu ziehen. Wichtig für guten SEO-Content ist zudem die Textstruktur. Nutzen Sie Überschriften und Zwischenüberschriften sowie eventuell Aufzählungen, Tabellen und Zitate, um den Text zu bereichern. Außerdem können Sie Links zu anderen Seiten Ihrer Website und zu externen Seiten einfügen. Bedenken Sie bei externen Links jedoch, dass der User möglicherweise Ihre Seite verlässt und nicht wiederkehrt.

SEO Basis Tipps 2017

4. Formatieren Sie Ihre Inhalte

Zu einer ansprechenden Struktur und einem übersichtlichen Aufbau Ihrer Website gehört die Formatierung mit HTML-Tags. WordPress und andere Content Management Systeme (CMS) bieten im Texteditor Funktionen, um den Text zu formatieren, ohne die HTML-Tags per Hand einfügen zu müssen. Eine einzelne Seite sollte wie folgt aufgebaut sein:

  • H1-Überschrift (unbedingt mit dem zu optimierendem Keyword in exakter Schreibweise, ohne Reflexion)
  • Einleitung/Teaser (ca. 40-50 Wörter oder 2-3 Sätze)
  • H2-Überschrift (möglichst mit dem zu optimierendem Keyword)
  • Absatz
  • H2-Überschrift
  • Absatz
  • (Content)
  • (Content)
  • Fazit

Hin und wieder sollten Sie im Text das Keyword (oder die Keyword Kombi) unterstreichen oder in fett oder kursiv hervorheben. Mehr als ein bis zwei Markierungen pro Absatz sollten es jedoch nicht sein.

5. Nutzen Sie Bilder für´s OnPage SEO

Auch Bilder und Grafiken spielen eine Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung. Google erkennt zwar (noch) nicht, was auf dem Bild zu sehen ist. Aber die Suchmaschine merkt, dass die jeweilige Seite dem User nicht nur reinen Text bietet. In jedem Fall sollten Sie eine Bildunterschrift setzen, die nach Möglichkeit das Keyword (oder ein Synonym/eine Reflexion) enthält. Wenn Sie WordPress oder ein anderes leicht zu bedienendes CMS nutzen, können Sie das Keyword auch im ALT-Tag (alternativer Text) des Bildes unterbringen.

SEO Passau vom Forsthaus

6. Meta-Title und Description

Meta-Title und Description sind die Angaben in dem Quellcode der Webseite, die Google & Co nutzen KANN, um sie in den SERPs (der Vorschau für die Suchergebnisse) anzuzeigen. Die Suchmaschine überprüft jedoch, ob die Angaben zur Suchanfrage des Users passen. Ist das nicht der Fall, oder glaubt die Suchmaschine, es besser zu können, stellt sie eigene Text-Schnipsel für Title und Description zusammen.

Für den Title stehen etwa 55 Zeichen zur Verfügung, für die Description etwa 140. Bei dem Title zählen jedoch nicht die Zeichen, sondern die Breite in Pixeln. Hilfreich sind deshalb SERP-Simulatoren wie http://www.serpsimulator.de/. Das Keyword sollte möglichst einmal im Title enthalten sein — jedoch in Verbindung mit anderen, sinnvollen Wörtern, die möglichst präzise den Inhalt der Seite beschreiben. Die Description hat die Aufgabe, den User zum Klicken auf das Suchergebnis zu bewegen. Entsprechend sollte der kurze Text neugierig machen und eine Aufforderung enthalten. Aus SEO-Sicht spielt die Description nur eine untergeordnete Rolle. Trotzdem sollte das Keyword auch dort enthalten sein.

Mit diesen Maßnahmen können Sie im Rahmen der SEO-Onpage-Optimierung bereits einiges erreichen. Denken Sie vor allem daran, die Inhalte für den Leser zu optimieren. Denn schließlich möchten Sie ihn nicht nur einmalig auf Ihre Seite locken, sondern ihn auch von Ihrem Angebot überzeugen. SEO Ingolstadt ist außerdem ein Prozess, welcher der ständigen Optimierung, Erweiterung und Überarbeitung des Inhaltes bedarf.

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2 thoughts on “6 SEO-Tipps für die OnPage Optimierung Ihrer eigene Website

  • 17. August 2016 um 9:26
    Permalink

    Hey,
    netter Artikel. Würde aber gerne zu zwei Punkten was schreiben. 🙂

    Was Punkt drei betrifft. Kopieren sollte man auf keinen Fall, wurde hier ja auch erwähnt. Aber was die Textlänge angeht, da möchte ich kurz meine Erfahrungen teilen und auch das was man bei den ersten Einträge, welche ganz oben bei Google stehen, sieht.

    Ganz zu Beginn hatte ich auf meinem Blog ebenfalls kleinere Texte, die meist so an die 500 – 800 Wörter hatten. Habe die letztendlich rausgenommen und einige ersetzt, gegen längere Artikel. Ich bin mit Texten gut gefahren die 1000 Wörter oder mehr hatten. Es hatte nicht lange gedauert und schon rankten die Artikel wesentlich besser. Oft gehe ich auch so weit das die Artikel mehr als 5000 Wörter haben und muss auch hier feststellen das diese von Google gern angenommen werden.
    Man sieht ja auch bei den Suchergebnissen dass das oft sehr lange Texte sind, welche auf den ersten Plätzen zu finden sind.

    Und wenn wir mal ehrlich sind, jedes Thema kann man ausführlich beschreiben, so das 1000 Wörter sicherlich kein Problem darstellen dürfte. Ich rate daher eher von ab, sich nur mit 300 – 600 Wörter zufrieden zu geben. Man kann bei allem was rausholen. Ja, es stimmt das man die Texte nicht künstlich in die Länge ziehen sollte. Man soll schon auf den Punkt kommen aber das ist mit fast jedem Thema möglich. 1000 Wörter hört sich zwar viel an, aber ist es im Grunde gar nicht. 😉

    Dann zum vierten Punkt. Ja, es ist wichtig die Texte zu formatieren, diese auch gut zu gliedern. Hier würde ich aber vielleicht noch die H3-Überschrift erwähnen, welche ja auch oft benutzt wird. Womit man Unterüberschriften der H2-Überschrift kennzeichnet.

    Was das Markieren des Keywords angeht stimme ich gerne zu was das fett oder kursiv darstellen des Keywords angeht, allerdings sollte man es besser nicht unterstreichen, wenn man das Keyword nicht irgendwo hin verlinken möchte. Unterstrichene Wörter können von Google als Link wahrgenommen werden und wenn das dann kein Link ist, wird das nicht gerade positiv von Google aufgefasst. Daher am besten nur fett oder kursiv.

    Wenns nichts ausmacht, würde ich gerne als nette Ergänzung, zu diesem Artikel eine Checkliste verlinken, welche ich letztens gefunden habe. 🙂

    Vielleicht hat ja jemand Interesse daran, gibt auch ein schön gestaltetes PDF dazu: https://online-marketing-site.de/onpage-optimierung/

    LG
    Dennis

    Antworten
    • 17. August 2016 um 22:47
      Permalink

      Hallo Dennis,
      vielen Dank für deine Hinweise. Mit der Textlänge geb ich dir absolut Recht, mittlerweile steht Google auf laaaange Texte. Aber die Qualität darf auch nicht darunter leiden. Ich passe das in meinem Tipps oben an. Also Danke dafür. h3 Überschriften halte ich dagegen für eher unnötig, wobei die mit Sicherheit auch nicht schaden aber … naja. Bin der Meinung das man nichts falsch macht wenn man keine h3´s hat.
      Den Link für die Checkliste zur OnPage Optimierung von der online-marketing-site.org lass ich natürlich so stehen. Das ist ja schon beinahe eine Doktorarbeit zu dem Thema aber auch sehr informativ. 😉

      Antworten

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